Montag, 11. Dezember 2017

3erlei Punsch - leckere Geschenkidee zu Weihnachten

Letztes Wochenende war ich mal wieder für meine Backkurse in meiner Heimatstadt München. Da Weihnachten nicht mehr weit ist und mein Mann und ich dieses Jahr erstmals ohne unsere Familien in unserem neuem Zuhause in Wien feiern werden, haben wir unseren München-Trip kurzerhand verlängert und unseren beiden Familien Adventsbesuche abgestattet. 
Bei meinen Eltern gab es zum Abendessen Raclette, eigentlich unser traditionelles Weihnachtsessen und sogar Geschenke wurden schon verteilt. Meine Schwester hatte selbstgemachten Punsch mitgebracht, der natürlich auch gleich verköstigt werden musste ääh durfte.
Ich persönlich trinke zur Weihnachtszeit ganz gern mal Glühwein oder Punsch, wobei ich mir das Ganze meist mit Kinderpunsch verdünnen lasse, weil es mir persönlich sonst einfach nicht schmeckt. Der selbstgemachte Punsch besteht aus halb Wein und halb Saft, und ist so also perfekt für Leute wie mich. Den extra dazugegebenen "Schuss" Rum lassen wir da einfach mal beiseite. :D 

Ich habe mir gleich die beiden Rezepte für den Pflaumen-Punsch und den weißen Glühwein geben lassen und mir dann noch ein Rezept für Kinderpunsch ausgedacht. Ich verschenke sehr gerne Leckereien und wollte unbedingt vor Weihnachten Punsch selbst machen und an ein paar liebe Leute verschenken. 

Zurück in Wien flitzte ich sofort zum Supermarkt, besorgte Wein, Säfte und Flaschen und testete die Rezepte. Das Ergebnis seht ihr jetzt hier. Solche Flaschen bekommt ihr normal in Deko-Läden oder den günstigen "Grusch-Läden", oder man nimmt einfach ausgespühlte Weinflaschen o.ä.

Mein persönlicher Favorit unter diesen drei Sorten ist der weiße Punsch, wobei der Zwetschen-Punsch oder die alkoholfreie Variante auch sehr lecker sind. 



Zwetschgen-Punsch
3/4 l Wasser
200 gr Dörrpflaumen
200 gr Zucker
2 Beutel Schwarztee
1,5 Teel. Zimt
1/2 Teel. gem. Nelken
Saft von 2 Zitronen
1/2 l frischer Orangensaft
1 l Rotwein
1/4 l Rum

Wasser, Dörrpflaumen und Zucker kurz aufkochen, Teebeutel, Zimt und Nelken hineingeben und 5 Minuten ziehen lassen. Teebeutel entfernen, die Flüssigkeit mixen und durch einen feinen Sieb streichen. Zitronen- und Orangensaft dazugeben und noch einmal aufkochen. Rotwein und Rum dazugeben und verrühren. 
Direkt servieren oder noch heiß in Flaschen abfüllen. 
Abgekühlte Flaschen im Kühlschrank lagern und binnen 1 Woche aufbrauchen.



Weißer Glühwein
750 ml Weißwein
450 ml naturtrüber Apfelsaft
Zitronenschale von 1 Bio-Zitrone
1 Teel. gemahlenen Ingwer
75 g weißer Kandis-Zucker
75 ml Orangenlikör

Weißwein, Apfelsaft, Zitronenschale, Ingwer und Kandis zusammen in einen Topf geben und alles einmal kurz aufkochen. Falls der Kandis noch nicht geschmolzen ist, noch etwas umrühren. Orangenlikör unterrühren. Direkt servieren oder abkühlen lassen und in Flaschen abfüllen. 
Abgekühlte Flaschen im Kühlschrank lagern und binnen 1 Woche aufbrauchen.



Kinderpunsch
1 l Apfelsaft, naturtrüb
500 ml frischer Orangensaft
400 ml Birnensaft
Saft von 1 Zitrone
1 leicht gehäuften Teel. Zimt
1/2 Teel. Nelken
1 Msp. gem. Ingwer
3 Kardamom-Kapseln, gemörsert
1 Prise Piment
80-100 gr brauner Zucker

Alle Zutaten mischen und einmal aufkochen lassen. Zucker nach Geschmack dazugeben. Direkt servieren oder in Flaschen abfüllen. 

Abgekühlte Flaschen im Kühlschrank lagern und binnen 3-5 Tagen aufbrauchen. 




Ich wünsch euch dann schonmal eine schöne Rest-Vorweihnachtszeit! Habt ihr denn auch schonmal Punsch selbstgemacht?

Dagi 

Mittwoch, 15. November 2017

Winnie Pooh Winterwonderland Sweet Table für den Wettbewerb der Kuchenmesse

Letztes Wochenende fand hier in Wien die Kuchenmesse statt. Eine Messe rund um Torten inklusive eines Tortenwettbewerbs. Wenn du mir bei Facebook oder Instagram folgst, hast du wahrscheinlich schon gesehen, dass ich bei diesem Wettbewerb mitgemacht habe.

Ich muss ehrlich sagen, in den 6 Jahren, in denen ich nun begeisterte Zuckerbäckerin bin, hatte ich irgendwie nie die Ambitionen, bei einem Wettbewerb mitzumachen. Unzählige Arbeitsstunden in ein Projekt zu stecken, um dann am Ende eventuell eine Urkunde dafür zu bekommen - eigentlich nicht so meines. Als ich dann aber vor einigen Monaten erfuhr, dass die Kuchenmesse (die bisher östereichweit immer in Wels bei Linz stattfindet) nun erstmals direkt in Wien gastierte und es auch eine Kategorie für Sweet Tables gibt, musste ich mich einfach anmelden. 

Das Thema für alle Wettbewerbskategorien (Sweet Table,  Hochzeitstorten, Festtagstorten, Freestyle, Zuckerblumen, dekoratives Element und Kindertorten) lautete Winterwonderland.

Mein allererster Gedanke war etwas mit Pinguinen zu machen, aber dann dachte ich mir, das ist dann doch etwas ZU naheliegend - glücklicherweise....es gab nämlich am Ende sehr viele Pinguintorten, vor allem in der Kinderkategorie. :D

Ich wollte aber gerne etwas Lustiges umsetzen...etwas Süßes...etwas das man ansehen und dabei immer neue Details entdecken kann und deshalb immer wieder aufs Neue schmunzeln muss.

Am Ende entschied ich mich für einen

Wintertag im Hundertmorgenwald mit Winnie Pooh und seinen Freunden.



^^Ob der kleine I-Aaah hier schon ahnt, dass er seine Arbeit am Schneemann gleich nochmal von vorne beginnen kann? :D


Nachdem ich mir wochenlang Gedanken um die Umsetzung gemacht hatte, fing ich rund 4-5 Wochen vor dem Wettbewerb mit der heißen Phase an. Bei Obi kaufte ich eine Holzplatte, klebte Füsschen drunter, besorgte Styrodur und schnitt es zu und klebte alles mit einer Heißklebepistole zusammen. Außerdem bestellte ich ein winterliches Hintergrundbild.
Ich wollte unbedingt auch einen zugefrorenen See in der Landschaft haben, auf dem Pooh Schlittschuhlaufen kann und besorgte dafür hellblaue Eisbonbons. Diese zermahlte ich im Mörser (das Ergebnis sah etwas aus wie von Walter White aus Breaking Bad hergestellt. :D :D), legte sie auf ein Backpapier in der gewünschten Form und schmolz sie im Ofen, bis eine durchgehende Bonbonplatte entstand. Da das hellblau der Bonbons nach dem Backen eher  Richtung hellgrün tendierte, druckte mein Mann extra noch einen dunkelblauen Unterleger für den See. Man muss sich nur zu helfen wissen. :D

Ähnlichkeiten zu Breaking Bad sind rein zufällig :D

Anschließend deckte ich die ganze Landschaft (außer dem See) mit Fondant ein.
Nun konnte es endlich mit der Feinarbeit losgehen. Ich formte also in langen Sessions den I-Aah beim Schneemann bauen, einen Winnie Pooh mit Honigtopf und Schlittschuhen und ein Ferkel, das gerade den Berg runterrutscht und gleich in I-Aahs Schneemann landen wird.
Als Krönung modellierte ich den frechen Tigger, der Ferkel gerade den Berg heruntergeschubst hatte. Die Herausforderung bei Tigger war, dass er (wie Tigger das eben so tun) auf seinem Schwanz hüpfte. So war Tigger letztlich auch die aufwändigste Figur, aber am Ende war ich mit ihm sogar am allerzufriedensten.


Ferkel schubsen können Tigger am Allerbesten...Das wird ein Volltreffer!

Alle Figuren inklusive der Bäume formte ich aus Modellierfondant von Saracino, den ich mir erstmals für dieses Projekt gekauft hatte. Danke nochmal für den Tipp Michelle, das hat wirklich super funktioniert. 
Normalerweise arbeite ich eher mit Massa Ticino Fondant, der sich zwar perfekt zum Eindecken, aber tatsächlich nicht optimal zum modellieren eignet.
Die Bäume sehen an sich zwar relativ simpel aus und sind es im Prinzip auch....allerdings dauert es trotzdem lange, bis sie entsprechend geschnitten sind. Die meiste Arbeit machte logischerweise der geschmückte Baum. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie lange ich mit einer Pinzette, Lebensmittelkleber und massig Zuckerperlen dasaß und Perle für Perle unter den "Zweigen" am Baum anbrachte.



Schlittschulaufen? Nein, Pooh der Bär macht lieber erstmal ein Päuschen um Honig zu essen. 
Na klar!


Nomnomnom :'D



Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mir für den Wettbewerb eigentlich leider einen Großteil der gestalterischen Arbeit und der Idee locker hätte sparen können. :-/
Bei der Messe erfuhr ich nämlich, dass die Optik des Sweet Tables letztlich nur zu  20% in die Gesamtwertung einfließt. Zur Anmeldung erhielt man ursprünglich nur die Information, dass bei den Sweet Tables neben dem Aussehen und dem Geschmack auch die Originalität bewertet wird. Was dabei wichtiger ist und was nicht, wurde leider nicht mitgeteilt.
Ich war daher davon ausgegangen, dass diese drei Punkte alle gleich wichtig sind (wie es zum Beispiel bei jedem Hochzeits-Sweet Table der Fall ist).

Apropos Geschmack: Selbstverfreilich hatte ich mir auch hier lange Gedanken gemacht und mich dann für Folgendes entschieden:

- superfluffige Pandan-Cupcakes mit Bratapfelfüllung, 
Zimt-Vanille-Creme und Marzipan
- Schokoladen-Marillen-Cake Pops mit Spekulatius-Stückchen in Bienenform 
- Lebkuchen-Kekse mit Icing-Deko "Honigtopf"


Bei der Jurynachbesprechung erfuhr ich, dass meine Teile zwar alle sehr gut geschmeckt hatten, aber die Teile einer anderen Teilnehmerin eben noch ein bisschen besser waren, weshalb ich Bronze erhielt (wie 4 andere Sweet Tables). Besagte Teilnehmerin erhielt Silber und war damit dann auch Best-of Class. Gold gab es in der Kategorie Sweet Tables nicht, einer der 6 teilnehmenden Sweet Tables erhielt am Ende leider gar keine Wertung.
Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Jurymitglied Simone, die sich viel Zeit für mich genommen hatte, um mir die Kritikpunkte an meinem Tisches nochmal ausführlich darzulegen. Kritisiert wurden von der Jury unter anderem, dass die Icingkekse nicht 100%ig perfekt aussahen, das Hintergrundbild gefiel der Jury leider nicht so gut und der Saracino-Fondant, den ich auch für die Cupcake-Topper verwendete, schmeckte ihnen leider nicht. Also alles in allem nur kleine Kleinigkeiten und es war wohl auch nur ganz knapp an Silber vorbei.



Hier übrigens alle Gewinner der Kategorie Sweet Table:

Silber (& Gewinner der Kategorie)

Bronze:




Ob ich nochmal an solch einem Wettbewerb teilnehmen würde, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Insgesamt habe ich für die Planung, Einkauf und Durchführung meines Stückes rund 45-50 Stunden gebraucht.
Insgesamt war es eine interessante Erfahrung für mich. Ich weiß jetzt, wie man hüpfende Tigger modelliert und es hat sich mal wieder bestätigt, dass eine gute Zeitplanung sehr viel ausmacht wenn es um einen Sweet Table geht.

Wie gefällt euch denn mein Sweet Table?

Dagi <3 




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